Warum Zenlife? Warum das Wort Zen hier verwenden?

Zen fasziniert mich, seit meinem ersten Kontakt mit Zen im Frühjahr 2009 fasziniert es mich einfach. Zugegeben, der erste Kontakt ist mit Sicherheit auf eine Art und Weise zustande gekommen, nun wie soll ich sagen nicht so zenartig war. Ein guter alter Freund hat mir 2009, einem Jahr in dem vieles begonnen hat und auch so einiges geendet hat, gemeint das die Fernsehserie "Life" wäre etwas für mich wäre.

Und er hatte recht, lassen wir den Inhalt, die Handlungen dieser Serie weg, dann hat mich die Serie für eine Materie interessiert, die mich regelmässig bis heute fast Ende 2012 immer wieder beschäftigt.

Das Zen in diesem Titel dieses Blogs ist eine einfach Art mich immer daran zu erinnern präsent zu sein, versuchen einfach zu leben, zentriert und in Frieden zu leben. Das ist schwer genug. Nein, ich bin kein Zen Mönch und werde es auch nicht sein. Doch mit mit dem Interesse an Zen, ist auch das Interesse an vielen Dingen aus diesem Kulturkreis entstanden. Einen Lehrer in Zen hatte ich nie. Ich habe ein reges Interesse an Mediation, Wushu und einigen Dingen aus dem alten chinesischen Kulturkreis entwickelt.

Zen im Titel dieses Blogs (der viel zu viel vernachlässigt wird) steht einfach dafür hier und präsent zu sein.

Comments

Sei der Mensch… den Du kaum wagst zu Träumen...

Sei der Mensch… Den Du kaum wagst zu Träumen…, dieser Gedanke, dieser Spruch ist mir im Jänner dieses Jahres am Weg zu einem Kunden "begegnet". An einem grauen Tag im Jänner, in einer grauen Stadt an einem Tag wieder jeder andere Tag auch.

Sei der Mensch… Den Du kaum wagst zu Träumen...

Da war er nun dieser Spruch an einer grauen Wand mitten im 6.Bezirk in Wien. Mein erster Impuls war natürlich der des Festhaltens, also habe ich mein Smartphone gezogen und ein Foto davon gemacht. Der Text an dieser grauen Wand hat mich dann noch einige Minuten beschäftigt und dann ist er in im grauen Alltag dieses Tages untergegangen. Eine ganze Weile dachte ich nicht mehr an dieses Foto und an den Text, der mich an diesem Tag zu einem sehr plötzlichen Stehenbleiben mitten am Gehsteig animiert hatte.

Eigentlich weiss ich es nicht mehr genau, aber irgendwann in diesem Jahr bin ich auf die Idee verfallen mir dieses Foto als Schreibtischhintergrund auf meinem Computer zu verwenden, ich wollte mich täglich daran erinnern und auch daran erinnert werden.

Warum? Alle Menschen, mich eingeschlossen, haben natürlich Wünsche und Sehnsüchte - wobei es sich dabei oft vielmehr um Süchte handelt, man möchte Dieses und Jenes erreichen, man möchte So oder So sein, man möchte Dies und Das können. Doch bleiben diese Dinge nicht oft genug Präsent und im Bewusstsein. Durch meine Arbeit mit den vielen Workshop-Teilnehmern heuer ist mir so richtig bewusst geworden, dass man täglich an sich arbeiten muss um das Beste aus sich zu machen. Gerade dass ist das schwerste Vorhaben das man angehen kann. Jeden Tag darauf zu schauen, der Mensch zu sein, den man kaum wagt zu Träumen.

Dabei geht es nicht darum so zu sein, wie es jemand anderer möchte oder gerne hätte. Um zu wissen welcher Mensch man ist und sein möchte muss man ganz fest und tief in sich hinein hören und sich selbst irgendwie unter all dem Chaos, der Verwirrung und dem Durcheinander das in uns allen herrscht finden. Ein Vorbild zu haben, so zu werden wie es jemand möchte, wie es die Eltern, die Verwandten, die Bekannten der Chef oder der Partner oder Partnerin möchten ist leicht. Das hat jeder schon geschafft und wird es immer wieder schaffen. Das liegt einfach daran, dass man nicht darüber nachdenken muss was man tun soll, wer man sein soll. Man bekommt gesagt "Sei brav, sei ordentlich usw" man weiss dann was man zu tun hat.

Doch so zu sein, so zu werden wie es einem selbst entspricht, wie man wirklich ist, wie man träumt zu sein, dass ist einer der schwersten Übungen im Leben. Die Schwere liegt nicht im Entschluss sondern in der Schau nach Innen wer da ist, wer man sein will und in der Ausführung, in der täglichen Ausführung, in der täglichen Übung an sich selbst - ein Leben lang.

Warum beschäftigt mich das heute wieder in diesem Blog, knapp 10 Monate nach meinem letzten Eintrag hier? Ehrlich gesagt kann ich es nicht ganz genau sagen, ob es mit den letzten beiden Wochen des Wushu-Trainings zu tun hat oder einfach nur mit den Gedanken die mir heute morgen durch den Kopf gegangen sind. Es sind die kleinen Erfolge die einem auf den Weg zu dem bringen, der zu sein, den man wag kaum zu träumen. Es ist einfach so dass es mich heute wieder beschäftigt und alleine diese Tatsache bringt mich schon wieder retour auf die Spur in der ich gerne sein möchte.


Comments

Was ist Zen?
Gedanken zu dem Buch "Zen und die Kunst, durch ein Loch zu fallen".

Alle die, so auch ich, die sich mit Zen beschäftigen sind irgendwie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Auch wenn das jetzt großartig und wichtig klingt, weiss doch niemand so recht worum es sich dabei eigentlich handelt - dem Sinn des Lebens.

Beim Lesen des obigen Buches habe ich jetzt folgende Textpassage als äusserst "erweckend" empfunden.

"Der Grund, weshalb der Buddha den Sinn des Lebens vorher nicht kannte, war kein anderer als bei uns:
"
Er dachte, er wüsste schon alles. Denn erlebte in einer Gesellschaft, die ihm genau vermittelte, was es mit allen auf sich hatte"
(Auszug aus Buch "Zen und die Kunst durch ein Loch zu fallen." - Daniel Doen Silberberg)

Ist es nicht bei uns auch so, viele, viele Jahre nach dem Leben des Siddharta Gautama. Denken wir nicht auch in unserer heutigen Gesellschaft wir wüssten alles. Schlimmer noch, wir leben immer noch in einer Gesellschaft, die uns genau mitteilt, was es mit den Dingen um uns auf sich hat und das noch auf multimediale Art und Weise.

Verbringt man mal einen Abend ganz bewusst vor unserem modernen Wohnzimmeraltar - dem Fernseher - so müsste man eigentlich am Ende eines Abends verrückt sein. Wollen uns die vielen Werbesendungen nicht andauernd einreden, wie etwas ist, wie etwas zu sein hat und vor allem wie wir zu sein haben - wie der richtige, glückliche und perfekte Mensch aussieht.

Um die Motivation, warum uns die vielen Werbesendungen das einreden wollen geht es mir dabei gar nicht, egal was diese Sendungen damit bezwecken möchten - wie bei allen Dingen liegt es an uns, ob wir uns mitteilen lassen wollen was es mit den Dingen auf sich hat.

Heisst es dagegen nicht " Richtet euch nicht nach Hörensagen, nicht nach einer Überlieferung, nicht nach einer bloßen Behauptung, nicht nach lang gewohnten Ansichten und Vorstellungen" ?

Warum lassen wir uns dann eigentlich tagtäglich vermitteln, was es mit allen Dingen auf sich hat?


Comments

Still sitzen

Kinder sind immer in Bewegung und das ist gut so. Wenn Kinder nur still sitzen würden, wäre das auf Dauer für sie, so glaube ich nicht gut. Für uns Erwachsene wäre es allerdings nicht so schlecht, wenn wir hin und wieder mal einfach still sitzen würden. Alle sind immer beschäftigt und fleissig, da scheint einem der Wunsch oder die Aufforderung einfach nur still zu sitzen schon fast eigenartig. Doch im still sitzen liegt viel Potential, wir können zur Ruhe kommen, wir können dabei etwas für unsere Gesundheit tun und unseren Geist beruhigen und uns einen Überblick für den Tag oder das ganze Leben verschaffen.

In unserer heutigen Gesellschaft, die voller Energie ist - zumindest in den Energiedrinks - muss man immer beschäftigt sein und gerade dabei sein "Dinge zu erledigen" ! Sitzt man einfach nur still, so macht es gleich den Anschein als ob man nichts zu tun hätte und selten wird man dafür gelobt einfach inne zu halten, sondern eher für die Dinge die man schon alle erledigt hat und somit brav beschäftigt war.

Wie wäre es, wenn man sich einfach mal am Tag eine Auszeit nimmt und einfach nur still sitzt. Nicht sitzen und ohne irgendetwas zu tun wie lesen, schreiben, essen, radio hören oder fernsehen - einfach nur still sitzen.

Falls sich jemand nun denkt, das ist fad oder leicht, das kann doch jeder - dann bitte einfach mal probieren. Wir sind so daran gewöhnt andauernd irgendetwas zu tun, dass einfach nur still sitzen schon für viele die schwierigere Aufgabe ist.

Einfach still sitzen ...
Comments

Zen-Gedanke des Tages

Mache einen Umweg, wenn Du es eilig hast.


Oft hat man ein Ziel vor Augen und vergisst dabei das Wichtigste. Manchmal sind wir so fixiert auf eine schnelle und kurzfristige Erledigung einer Aufgabe, dass man gar nicht bedenkt wie man denn etwas sinnvoll erledigen oder bewältigen könnte. Vor allem auf welche Dinge denn überhaupt geachtet werden müsse, ist oft ein Aspekt der vollkommen vernachlässigt wird.

Eine Aufgabe, ein Ziel stattdessen mit einem Umweg anzugehen, bedeutet oft Zeit zu gewinnen um wirklich nachzudenken zu können, was denn eigentlich zu tun ist. Durch diesen Umweg gewinnt man oft eine bessere Sicht auf die Dinge, einen weiteren Horizont und andere Lösungen kommen damit ins Blickfeld.
Comments

Was ist Zen?

220px-Enso
Die Kalligrafie des Ensō japanisch „Kreis“) verkörpert Leerheit und Vollendung. Sie wird häufig als visuelles Symbol für Zen verwendet.


lt. Wikipedia (ein Auszug) ist Zen

Oft wird gesagt, dass Zen „nichts“ biete: keine Lehre, kein Geheimnis, keine Antworten. In einem Koan spricht der Zen-Meister Ikkyû Sôjun zu einem Verzweifelten: „Ich würde gerne irgendetwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“ Es bedeutet, das Leben zu leben – in seiner ganzen Fülle. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem Verstandeswesen Mensch jedoch versperrt – es scheint so, als ob die niemals schweigende Stimme der Gedanken ihn durch hartnäckige Ideen und urteilende Vorstellungen blockiere. Die permanente Beschäftigung mit sich selbst, die schützende Ich-Bezogenheit jedes Einzelnen verursacht immer wieder nur neues Leiden (Dukkha). Zen kann diese Verwirrung lösen – zuletzt vermag man sogar zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist. Zen ist nichts Besonderes. Es hat kein Ziel.mehr darüber lesen...
Comments

Über ZenLife

Mein Name ist Herbert Koeppel und ZenLife gibt es nun schon fast ein Jahr!

Ja, Sie haben richtig gelesen - fast ein Jahr und sagenhafte 1.252 Besucher waren auf der "alten" ZenLife Seite. 1.252 Besucher werden Sie jetzt meinen ist nicht wirklich viel für eine Seite, die es seit September 2009 also seit fast 14 Monaten gibt. RICHTIG, kann ich da nur antworten, das ist wirklich nicht viel. mehr darüber lesen...
Comments